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Noch vor wenigen Jahren war der Klokan Cup in der tschechischen Hauptstadt ein kleines, beschauliches Turnier, das nur wenige Stunden dauerte und am Nachmittag viel Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel ließ. Das hat sich gründlich geändert: Die Nachfrage ist groß, jeder will mitmachen: Sportakrobaten aus Württemberg, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Bayern pilgern am kommenden Wochenende nach Prag.
Insgesamt stehen beim deutsch-tschechischen Freundschaftsturnier am Samstag 119 Starts auf dem Programm. Mit nur acht Formationen müsste man allerdings die gastgebenden Tschechen einmal mehr eigentlich fast unter Artenschutz stellen. Natürlich ist Prag immer eine Reise wert, angesichts solcher Zahlen fragt man sich aber schon, warum der Wettkampf nicht (wenigstens alle zwei Jahre) in Deutschland stattfindet. Die Tschechen könnten in einer Handvoll PKWs anreisen, allein Co-Organisator Württemberg schickt diesmal mehrere Busse nach Prag.
Der Klokan Cup markiert inzwischen in vielen deutschen Landesverbänden jedes Jahr den Auftakt der Wettkampfsaison. Ohne großen Druck geben hier junge Formationen ihr Debüt, neu einstudierte Choreografien werden uraufgeführt und schwierige Elemente zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen gezeigt.
Bei den meisten wird das am Wochenende sicher wieder so ähnlich laufen. Einige werden aber auch ganz schön unter Stress stehen, denn dem Klokan Cup kommt diesmal eine besondere Bedeutung zu: Es ist das erste Kräftemessen des Jahres der WM-Wackelkandidaten!
Während in den meisten Disziplinen bereits nahezu Gewissheit herrscht, wer die deutschen Farben bei der WM in Polen vertreten wird, ist insbesondere bei den Damengruppen über alle Altersklassen hinweg noch alles völlig offen:
In der Age Group treffen mit Michelle Mausolf, Antonia Ristedt und Pia Scharf (Schwerin), Tamara Kämpfert, Hannah Schmid und Valery Maslo (Ebersbach) sowie Leonie Bergner, Julia Schilling und Sophie Moser (Faurndau) drei heiß gehandelte WM-Kandidaten aufeinander. Und vielleicht können sich ja noch weitere Trios empfehlen, entschieden wird schließlich erst bei der deutschen Meisterschaft im Mai.
Eine deutsche Meisterschaft als WM-Qualifikation gibt es bei den Junioren und Senioren in diesem Jahr nicht: Entschieden wird bei einem Kaderlehrgang am 29. Mai. Bis dahin sollten die Trios jede Gelegenheit nutzen, um allen zu zeigen, was sie können. Der Wettkampf an der Moldau macht dabei den Auftakt des großen Schaulaufens. Spannung ist also garantiert.
Bei den Junioren stehen vier Trios in der "engeren Auswahl" des DSAB für die WM, drei davon gehen am kommenden Samstag in Prag auf die Matte: Pauline Geu, Julija Steinhagen und Nele Basler (Schwerin), Lorena Mager, Mona Rheinberger und Amina El Zenary (Mainz) und Nicole Engelmann, Romy Walter und Hanna Kulbe (Dresden). Wer wird wohl das Rennen machen?
Zu guter Letzt verspricht auch das Duell zwischen Sabrina Hegele, Sandra Stoll und Sophie Brühmann (Hofherrnweiler) und Nadine Schek, Julia Patruna und Dana Saiko (Mainz) größte Spannung. Beide Formationen wollen wie auch das Leipziger Trio (Lisa Heuschmidt, Katharina Wegner und Svenja Stephan / in Prag nicht am Start) zur WM, mit nach Polen dürfen aber höchstens zwei von ihnen.
Das gesamte Programm für den kommenden Samstag gibt es in der Starterliste. Age Group, Junioren und Senioren zeigen je zwei Übungen, der Nachwuchs muss nur einmal ran. Die Auswertung lediglich nach Paaren und Gruppen, Junioren und Senioren werden zusammen gewertet. |
Kommentare
Hast du auch Bilder gemacht Basti?
und hast auch ne Siegerliste?
LG
bist du auch in Prag dabei?Gibt es wieder so einen Liveticker?
glg
Nunja, ich habs oben jetzt geändert, sorry nochmal, aber mit den vielen verschiedenen Altersklassen kommt man ganz leicht aufs Glatteis.
es ehrt uns zu den WM-Kandidaten zu gehören, aber unser Küken Flora wird in diesem Jahr erst 10..., nichts desto trotz freuen wir uns auf diesen Wettkampf!
Bis bald in Prag!
Petra