Deutschlandpremiere: einarmiges Aufgrätschen!

| 2. Oktober 2018 | 4 Comments

Ob sich einige Zuschauer in Dresden der Premiere und des Meilensteins bewusst waren, der ihnen da – übrigens bei freiem Eintritt – auf der Matte präsentiert wurde? Nie zuvor hat eine deutsche Formation dieses Element je beherrscht und auf einer Deutschen Meisterschaft geturnt…

Die Rede ist vom einarmigen Aufgrätschen, der neuen Höchstschwierigkeit im Balance-Programm der beiden erfolgreichsten deutschen Sportakrobaten überhaupt. Wieder einmal setzen Tim Sebastian (Dresden) und Michail Kraft (Riesa) Maßstäbe: diesmal in puncto Schwierigkeit.
(Nebenan eine Trainingsaufnahme…)

Das dürfte Balsam sein auf die Seele der Sportakrobaten des SC Riesa. Hinter ihnen liegen die vermutlich turbulentesten und nervenaufreibendsten Monate ihrer Vereinsgeschichte. Auch wenn die Sache inzwischen ein gutes Ende zu nehmen scheint: Ausgestanden ist sie immer noch nicht. Und so schauten sicherlich einige besonders gespannt, wie sich Riesa vor den Augen ganz Deutschlands präsentieren würde.

Die Antwort: Ganz offensichtlich hat sich Riesa in den letzten Monaten trotz schwierigster Rahmenbedingungen voll und ganz auf das Wesentliche fokussiert und fokussieren können: Leistung! Das demonstrierten die drei Vorzeige-Paare Daniel Blintsov und Xenia Mehlhaff (zweimal über 29 Punkte), Nils Beuven und Erik Pohl sowie Tim Sebastian und Michail Kraft eindrucksvoll. Ihre Auftritte waren die absoluten Highlights des Wochenendes.

Daran konnte nicht einmal die Tatsache etwas ändern, dass Tim und Michail mehrmals patzten und nur Zweite wurden hinter ihren eigenen Vereinskollegen. Aber damit, dass sie nicht einwandfrei durch ihr Programm kamen, war das Herrenpaar ohnehin in bester und vor allem zahlreicher Gesellschaft bei diesem Wettkampf. Sowohl in der Meisterklasse als auch bei den Junioren 1 sahen die Zuschauer reihenweise Missgeschicke. Dabei bestraft das neue Regelwerk diese sogar doppelt. Ziel des Weltverbandes ist doch eigentlich Perfektion…

Aber auf deutscher Ebene war am Wochenende oftmals „Durchturnen“ der Schlüssel zum Erfolg! Mehr noch: Mit einem Fehler war man keineswegs aus dem Rennen um Podestplätze oder sogar den Titel. Das Niveau der Meisterschaft kann insgesamt wohl guten Gewissens als durchwachsen beschrieben werden.

Deswegen seien zum Abschluss noch die weiteren positiven Hingucker genannt: Ebenfalls 26 Punkte und mehr vom – übrigens fast ausschließlich weiblich besetzten – Kampfgericht bekamen: Florian Borcea­-Pfitzmann und Samira Rawolle (Dresden), Sarah Arndt, Anika Liebelt und Vanessa Riffel (Dresden), Daniela Mehlhaff, Nicola Schuhmacher und Annalisa Wielsch (Kassel), Johanna Schmalfuß, Hanna Prell und Paulina Krause (Dresden) sowie Aleksandr Hauk und Kristijan Hauk (Düsseldorf).

Steht alles auch in der Mehrkampf-Siegerliste.

Noch etwas Wichtiges vergessen? Was ist anderen Besuchern besonders im Gedächtnis geblieben?? Was muss zum vergangenen Wochenende noch gesagt werden??? Lob für Ausrichter (Dresdner SC) oder Veranstalter (DSAB) beispielsweise. Die Kommentarfunktion freut sich über weitere Eindrücke…

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Category: Deutsche Meisterschaften

Comments (4)

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  1. Sebastian Schipfel sagt:

    Hallo Penny,
    Katrin Meyer sagt mir tatsächlich nichts! Hast Du weitere Infos? Wann, welcher Verein etc.??
    Viele Grüße, Sebastian

  2. Penny sagt:

    Hast aber leider Katrin Meyer vergessen….

  3. Sebastian Schipfel sagt:

    Hallo Steffi Frie,
    als Urheber des von Dir verlinkten Videos kann ich Dir garantieren, dass der zweite Satz meines Berichts in Bezug auf Sophia Müller in jedem Fall stimmt. Sophia war eine großartige Sportlerin, einarmig aufgrätschen konnte sie jedoch meines Wissens nicht.
    Der Wagnershof hingegen war schon immer ein Zentrum des Schabernacks. Das Rückwärts-Abspielen von Videos (und der entsprechende Dreh: Todor musste schließlich rückwärts durchs Bild laufen und bereits vor dem einarmigen Abgrätschen Beifall klatschen) zählt da noch zu den leichtesten Übungen… 😉
    Dass über diesen kleinen Gag noch mehr als 10 Jahre später gesprochen werden würde, hätten wir damals nie für möglich gehalten!
    LG, Sebastian

  4. Steffi Frie sagt:

    Schöner Bericht. Allerdings stimmt der zweite Satz nicht ganz 😉

    https://www.youtube.com/watch?v=M4sWHEXy89g

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