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Nachgehakt: Wo war das Vorzeigepaar?
Montag, 20. Oktober 2014

Gestern stand ja bereits geschrieben: Den Sieg bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren-Damenpaare in Achen holten Sarah Haslinger und Lara Kielkopf aus Ebersbach vor Jana Mendel und Xenia Mehlhaff aus Kassel und nochmal aus Ebersbach Franziska Schmid und Tarima Neumann.

Aber fehlt da nicht jemand? Na klar, nämlich Camille Herrmann und Lilly Kutta aus Schwerin. Es wäre sehr spannend gewesen, wo sich das deutsche Vorzeigepaar der letzten zwei Jahre einsortiert hätte. Aber zur Zeit haben die beiden leider andere Sorgen als Medaillen oder Titel. Sie mussten krankheitsbedingt aussetzen: Camille hat im Lauf des Jahres eine schwere Essstörung entwickelt. Sie habe sich in den Kopf gesetzt, wie die russischen Unterfrauen aussehen zu müssen, berichtet Trainerin Karola Mevius. Schon bei der WM sah sie kraftlos aus, im Sommer dann eskalierte die Lage: Klinik und selbstverständlich absolutes Trainingsverbot. Diese Woche darf Camille ganz vorsichtig wieder einsteigen.

"Ich habe die Signale falsch interpretiert und bis zuletzt im Leben nicht an eine Essstörung gedacht", so Karola Mevius im Rückblick, die sich jetzt intensiv mit dem Thema befasst hat. "Ich kann nur allen, die abnehmen wollen oder ihre Ernährung umstellen, raten, das keinesfalls auf eigene Faust, sondern unbedingt unter professioneller Aufsicht eines Arztes oder Ernährungsberaters zu tun."

Camille und Lilly werden wiederkommen, da ist sich die Trainerin "tausendprozentig sicher. Camilles bedingungslose Liebe zur Sportakrobatik und ihr riesiger Ehrgeiz haben die Essstörung zwar verursacht, aber aus denselben Gründen wird sie ihre Krankheit auch wieder überwinden."

Auch Camille selbst denkt total positiv und lässt ihre Freunde und Fans herzlich grüßen: "Macht Euch keine Sorgen! Es liegt zwar noch ein bisschen Arbeit vor mir, aber das schaffe ich schon. Und mir geht es auch schon wieder viel besser. Vor allem seit ich wieder zu Hause bin und auch ab und zu ins Training und zur Schule darf. Bald stehen wir wieder auf der Matte!" Dafür drückt Sportakrobatik-Deutschland alle Daumen und hofft, Camille und Lilly bei der Deutschen Meisterschaft 2015 wieder bewundern zu können. Außerdem Respekt, wie offen die Beteiligten mit der Situation umgehen!

Mehr zum Thema Essstörung hier: Verhungern für den Erfolg

 
DM in Aachen (1): "Neues" Schweriner Trio erzielt höchste Wertungen
Sonntag, 19. Oktober 2014
DM in Aachen (1): „Neues“ Schweriner Trio erzielt höchste Wertungen
Aus und vorbei! Die Deutsche Meisterschaft der Junioren (11-17) und Senioren 2014 in Aachen ist Geschichte, alle Titel, Pokale und Medaillen verteilt. Noch vor der Heimfahrt in einem ersten Artikel „kurz“ zu den Ergebnissen…
Mit 13 Trios am Start gab es bei den Junioren-Damengruppen nicht nur die größte Konkurrenz. Die Disziplin war auch die beste. Im ersten Durchgang, das war Tempo, hatten zwar Sarah Arndt, Anika Liebelt und Johanna Schmalfuß aus Dresden den Sieg noch in der Choreografie verstolpert, aber der letztendlich klare Dreifach-Sieg für Michelle Mausolf, Shirley Klier und Gofrahn Solh aus Schwerin kann dennoch fast schon als unangefochten bezeichnet werden und geht auch vollumfänglich in Ordnung. Der Unterschied zur Konkurrenz (die genannten Sarah, Anika und Johanna auf Platz zwei, Rosa Löhmann, Lilly Dreßl und Kinga Kaczmarek ebenfalls aus Dresden auf drei sowie Valery Maslo, Natalia Persicke und Sophie Schreiner aus Ebersbach auf vier) liegt nicht etwa in der Schwierigkeit und Ausführung der Elemente. Die Schwerinerinnen wirken einfach viel präsenter und/oder erwachsener als die Konkurrentinnen, die ja tatsächlich auch eigentlich noch Jugend sind. Das darf man schon mal in die Bewertung mit einfließen lassen und das taten die Kampfrichter offenkundig auch.
Shirley Klier? Müsste da im Trio aus dem hohen Norden nicht Antonia Ristedt stehen? Nicht mehr… Im Sommer, nach der Weltmeisterschaft, mussten die Schwerinerinnen durch wechseln. Eigentlich hätte das Trio ja noch das Jahr durchziehen wollen, aber die Schmerzen im Unterarm waren für sie unerträglich geworden und zwangen sie zum Aufhören. Bei einer Operation bereits vor sieben oder acht Jahren war eine Sehne lädiert, nämlich eingenäht, worden. Wie prompt und nahezu nahtlos sich Shirley Klier in das Trio eingefügt hat, ist aber schon erstaunlich. Von Null auf die beiden höchsten Wertung des Wettkampfes (27,65 Punkten in Balance und 27,4 Punkte in Kombi)!
Im Zusammenhang mit der Tagehöchstwertung mal kurz was Allgemeines zur Einordnung: Vor zwei Jahren wurden in diesem Blog die Formationen gefeiert, die über 28 Punkte holten, und wer über 27,5 Punkte kam, wurde gelobt. Die Topleute von heute sind keineswegs schlechter, bloß weil sie einen halben Punkt weniger bekommen. In der Zwischenzeit hat sich lediglich das Wertungsniveau auf deutscher Ebene entsprechend gesenkt und dem internationalen Level somit angepasst – da sind 28 Punkte für Deutschland auch utopisch.
Wer erstmals bei einer Meisterschaft die 27-Punkte-Marke knackte, waren Rico Dietze, Tobias Otto, Vincent Kühne und Laurin Werner aus Dresden mit ihrer Balance-Übung. Mehr als eine gute Nute konnte ihr Ziel auch nicht sein, denn im Wettbewerb waren sie leider ein konkurrenzloses Highlight. Das gilt auch für die Junioren-Truppe Johannes Belovencev, Alexander Jakovlev, Kirill Mill und Andreas Felker aus Düsseldorf. Die sind zwar von den 27 Punkten noch ein Stück weit entfernt, ihre Leistungskurve zeigt aber weiter konstant aufwärts, vor allem choreografisch hat sich weit der WM wieder einiges bei ihnen getan.
Zurück zu den Damengruppen: Eine Altersklasse weiter oben, bei den Senioren, sind inzwischen Katharina Bräunlich, Laura Jolitz und Flora Sochor aus Dresden angekommen und zum besten deutschen Senioren-Trio seit mindestens zehn Jahren gereift. Drei Titel! Aber auch die „Schmid/tts“ aus Nieder-Liebersbach Christina Schmitt, Laura Schmitt und Anna Schmidt brauchen sich dahinter keineswegs zu verstecken.
Den klaren Sieg bei den Junioren-Damenpaaren holten Sarah Haslinger und Lara Kielkopf aus Ebersbach trotz Pfeifferschen Drüsenfiebers und deshalb reduzierter Schwierigkeiten – eigentlich ja völlig untypisch für Ebersbach – vor Jana Mendel und Xenia Mehlhaff aus Kassel und nochmal Ebersbach: Mit Franziska Schmid und Tarima Neumann ist dort im Windschatten von Sarah und Lara ein zweites tolles Paar herangereift.
Die Senioren-Konkurrenz der Damenpaare entschieden trotz verkorkster Kombi-Übung Diana Dierich und Emily Langenmayr aus Riesa deutlich für sich vor Daniela Keilwerth und Ina Hohlbauch aus Uhingen.
Bei den Mixed Paaren haben Oliver Edelmann und Eva Breisch aus Nieder-Liebersbach am ersten Wettkampftag mit dem Tempo-Titel und der deutlichen Führung nach zwei Übungen vielleicht erste kleine Weichen in Richtung Baku gestellt. Ursächlich war vor allem eine unrunde Tempo-Übung der Konkurrenten Nikolai Rein und Sophie Brühmann aus Ebersbach, die damit ihre Ambitionen selbst zunichtemachten. Jedoch gewannen sie den Balance-Durchgang und bekamen den Mehrkampf-Titel von Oliver und Eva mehr oder weniger geschenkt. Die hatten ihren Start in Kombi kurzfristig abgesagt, weil der unlängst gebrochene Arm doch noch Schmerzen bereitete. Der Kampf ums Ticket für die Europaspiele wird hier hart werden.
Und was machten die Oldies? Sowohl Nico Karsdorf und Franziska Weiß (Salto-Aufgang / Hand-Hand-Salto / Doppelsalto gebückt ab, 62,23 Punkte im Mehrkampf, Platz vier) als auch Marcel Becker und Paula Saure (Doppelsalto knapp unter dem Hallendach, 65,55 Punkte im Mehrkampf, Platz zwei) wussten mit ihren Tempo-Passagen zu überzeugen, offenbarten jedoch Schwächen in Balance. Nico zeigte darüber hinaus Elemente der alten Schule. Allerdings trägt er auch choreografisch seinem Alter Rechnung mit seeehr langsamen Bewegungen. Naja, mit 40 kann er halt nicht mehr zweieinhalb Minuten den Hampelmann geben. Das Senioren-Trio aus Baunatal mit Julia Müller, Maria Weimer und Carolin Müller brachte es übrigens auf dreimal Bronze. Alle diese Starts waren in jedem Fall eine Bereicherung für den Wettkampf. Weiter so und mehr davon!
Bei den Junioren-Mixed-Paare siegten wenig überraschend Daniel Blintsov und Sneschana Sinkov aus Riesa dreimal vor Richard Kretzschmar und Mara Dittrich aus Dresden – allerdings bei einer Titelteilung in Balance. Erwähnung haben aber auch die Drittplatzierten Alexander Dechtyrenko und Kristina Grin aus Düsseldorf verdient, die in Tempo eher ein Senioren- als Junioren-Programm zeigten und Junioren
Zwei verhinderte Herrengruppen stritten sich bei den Junioren-Herrenpaaren um die Titel. Alle gingen an Sebastian Grohmann und Tom Mädler aus Dresden vor Hannes Giske und Kilian Will aus Möbisburg.
Zum Abschluss noch ein Abschluss, und zwar ein erfolgreicher: Paul Behrendt vom SC Riesa beendete mit einem Titel-Dreierpack gemeinsam mit Lukas Teichmann seine Karriere als Sportakrobat. Und das war immerhin seit 2009 eine internationale Karriere. International bleibt er: Zum Medizin-Studium zieht es ihn jetzt nach Budespest, Lukas wechselt eventuell nach Dresden.
Spannend wäre, wo sich das Vorzeigepaar der letzten zwei Jahre Camile Herrmann und Lillly Kutta aus Schwerin einsortiert hätte. Die mussten aber krankheitsbedingt aussetzen: Camille hat im Lauf des Jahres eine Essstörung entwickelt. Sie habe sich in den Kopf gesetzt, wie die russischen Unterfrauen aussehen zu müssen, berichtet Trainerin Karola Mevius. Schon bei der WM sah sie kraftlos aus, im Sommer dann eskalierte die Lage: Klinik und selbstverständlich absolutes Trainingsverbot. Nächste Woche darf Camille wieder ganz vorsichtig einsteigen. „Ich habe die Signale falsch interpretiert und bis zuletzt im Leben nicht an eine Essstörung gedacht“, so Karola Mevius im Rückblick, die sich jetzt intensiv mit dem Thema befasst hat. „Ich kann nur allen, die abnehmen wollen oder ihre Ernährung umstellen, raten, das keinesfalls auf eigene Faust, sondern unbedingt unter professioneller Aufsicht eines Arztes oder Ernährungsberaters zu tun.“ Camille und Lilly werden wiederkommen, da ist sich die Trainerin „tausendprozentig sicher. Camilles bedingungslose Liebe zur Sportakrobatik und ihr riesiger Ehrgeiz haben die Essstörung zwar verursacht, aber aus denselben Gründen wird sie ihre Krankheit auch wieder überwinden.“ Dafür drückt Sportakrobatik-Deutschland alle Daumen und zollt Respekt, wie offen die Beteiligten mit der Situation umgehen.

"Neues" Schweriner Trio erzielt höchste Wertungen

Aus und vorbei! Die Deutsche Meisterschaft der Junioren (11-17) und Senioren 2014 in Aachen ist Geschichte. Alle Titel, Pokale und Medaillen wurden verteilt. Noch vor der Heimfahrt hier ein "kurzer" Artikel zu den Ergebnissen...

Siegerliste Balance | Siegerliste Tempo | Siegerliste Mehrkampf

Mit 15 Trios am Start gab es bei den Junioren-Damengruppen nicht nur die größte Konkurrenz. Die Disziplin war auch die beste. Im ersten Durchgang, das war Tempo, hatten zwar Sarah Arndt, Anika Liebelt und Johanna Schmalfuß aus Dresden den Sieg noch in der Choreografie verstolpert. Aber letztendlich kann der Dreifach-Sieg für Michelle Mausolf, Shirley Klier und Gofrahn Solh aus Schwerin fast schon als unangefochten bezeichnet werden und geht auch vollumfänglich in Ordnung. Der Unterschied zur Konkurrenz (die genannten Sarah, Anika und Johanna auf Platz zwei, Rosa Löhmann, Lilly Dreßl und Kinga Kaczmarek ebenfalls aus Dresden auf drei sowie Valery Maslo, Natalia Persicke und Sophie Schreiner aus Ebersbach auf vier) liegt nicht etwa in der Schwierigkeit und Ausführung der Elemente. Die Schwerinerinnen wirken einfach viel präsenter und/oder erwachsener als die Konkurrentinnen, die ja tatsächlich auch eigentlich noch Jugend sind. Das darf man schon mal in die Bewertung mit einfließen lassen und das taten die Kampfrichter offenkundig auch.

 
Zu Gast beim Hessen-Primus
Sonntag, 12. Oktober 2014
Sportakrobatik in Hessen. Da denkt man vielleicht zuerst an Pfungstadt wegen des dortigen Bundesleistungszentrums oder an Kassel wegen der Stadtgröße. Der wahre Primus ist aber Nieder-Liebersbach. Die dortige SVG hat 2013 und 2014 nicht nur beide Hessenpokale – übrigens mit interessant-fragwürdigem K.-o.-System in der Einzelwertung –, sondern auch jeweils den Ligabetrieb sowohl in der Nachwuchs- als auch der Vollklasse für sich entschieden.
Und die Nieder-Liebersbacher haben als einzige ihren eigenen Wettkampf, den Horst Stephan Pokal, zu Ehren ihres inzwischen 85-jährigen ehemaligen Athleten, Trainers, Abteilungsleiters und nach wie vor größten Fans. Am gestrigen Samstag wurde der Horst Stephan Pokal zum fünften Mal ausgetragen. 16 Vereine aus Bayern, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Württemberg und natürlich Hessen waren angetreten, gefühlt jeder zweite Starter kam dabei von den riesigen Delegationen aus Taucha und Nieder-Liebersbach.
Die Mannschaftswertung, für die die drei höchsten Wertungen jedes Vereins in unterschiedlichen Kategorien addiert wurden, gewann Hoyerswerda. Die Sachsen hatten bereits die Premiere des Horst Stephan Pokals 2010 für sich entschieden und lösten jetzt die Gastgeber ab, die zuletzt zweimal in Serie den riesigen Pott behalten durften. Der steht übrigens nur an der Spitze einer Fülle von Pokalen und Medaillen, die sich Nieder-Liebersbach knapp 600 Euro kosten lässt. Platz zwei ging an Kassel, Platz drei an Nieder-Liebersbach.
Siegerliste | Mannschaftswertung
Im Großen und Ganzen gehen die Ergebnisse in Ordnung, auch wenn sich wie bei Turnieren durchaus üblich als Kampfgericht eine bunte Mischung aus Routiniers und Novizen versammelte. Gemeinsam legten sie einen sehr strengen Maßstab an. Da dürften einige mehr Punkte gewöhnt sein.
Die Wertungen sollte niemand auf die Goldwaage legen, aber das ist ja im Prinzip egal, wenn das Niveau den ganzen Wettkampf über stabil bleibt. Und das tat es mit ein paar Ausnahmen auch. Nur hin und wieder waren die Kampfrichter nicht auf Flughöhe, sondern schossen am Ziel vorbei bzw. darüber hinaus. Vielleicht am deutlichsten ausgerechnet bei den Tagessiegerinnen Jana Mendel und Xenia Mehlhaff (Kassel) mit 27,5 Punkten. Mit ihrer noch relativ neuen Kombi-Übung geht der Sieg bei den Junioren zwar in Ordnung, aber die 26,45 Punkte von Gina Lee Nickler und Pia Schütze aus Hoyerswerda hätten die Tageshöchstnote sein müssen – und nicht nur der Tagessieg bei den Schülern.
In der Nachwuchsklasse ging der Tagessieg an Ines Hallouz und Alba Gutierres aus Kassel (25,55 Punkte), in der Altersklasse Jugend an Jacqueline Kreutzpointner, Sina Lippert und Alexandra Hesse aus Friedberg (ebenfalls 25,55 Punkte) und bei den Senioren an die Gastgeber aus Nieder-Liebersbach mit Sandra Crisafulli und 25,58 Punkten auf dem Podest.
Tränen flossen bei Nancy Deger, Nadine Koch und Lina Ebert. Weniger, weil Ihnen die Kampfrichter überraschend den Sieg absprachen, sondern vor allem, weil es der letzte Wettkampf des Trios war: Nadine Koch beendet ihre sportliche Laufbahn wegen Rückenproblemen. „Wahrscheinlich machen wir als Damenpaar weiter“, sagte Nancy zur Zukunft von ihr und Lina. Der größte Erfolg des Trios war die EM-Teilnahme 2011 in Lissabon.

Horst Stephan Pokal

Sportakrobatik in Hessen. Da denkt man vielleicht zuerst an Pfungstadt wegen des dortigen Bundesleistungszentrums oder an Kassel wegen der Stadtgröße. Der wahre Primus ist aber Nieder-Liebersbach. Die dort ansässige SVG hat 2013 und 2014 nicht nur beide Hessenpokale - übrigens mit interessant-fragwürdigem K.-o.-System in der Einzelwertung -, sondern auch jeweils den Ligabetrieb sowohl in der Nachwuchs- als auch der Vollklasse für sich entschieden.

Und die Nieder-Liebersbacher haben als einzige ihren eigenen Wettkampf, den Horst Stephan Pokal, zu Ehren ihres inzwischen 85-jährigen ehemaligen Athleten, Trainers, Abteilungsleiters und nach wie vor größten Fans. Am gestrigen Samstag wurde der Horst Stephan Pokal zum fünften Mal ausgetragen. 16 Vereine aus Bayern, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Württemberg und natürlich Hessen waren angetreten, gefühlt jeder zweite Starter kam dabei von den riesigen Delegationen aus Taucha und Nieder-Liebersbach.

 
Nicht gesucht, nicht gefunden
Samstag, 11. Oktober 2014
¬¬Nicht gesucht, nicht gefunden
Hat eigentlich schon irgendwer irgendwo die Bundestrainer-Ausschreibung entdeckt außer auf der DSAB-Webseite und hier auf akrobastisch.de? Ich kaum.
Definitiv sucht der DSAB nicht
Recherchen auf Google verlaufen ebenfalls größtenteils erfolglos. Nur einen überraschenden Treffer erhält man, wenn man es auf Englisch probiert. Bei den Briten steht die Ausschreibung auf der Verbandswebseite. http://www.british-gymnastics.org/other-careers/4309-federal-acrobatics-coach-germany
„Wer suchet, der findet“, heißt es schon in der Bibel. Der DSAB aber scheint die Suche fast komplett zu verweigern, anders kann man das nicht sagen: Eine Stelle, deren Neubesetzung wahrlich nicht überraschend kam, nur drei Monate vor dem gewünschten Antrittstermin auszuschreiben bei gerade mal einem Monat Bewerbungsfrist und ausschließlich auf der vermutlich dürftig frequentierten Verbandshomepage… Auf diese Weise wird der DSAB keinen großen Treffer landen.
Drei mögliche Schlüsse: Der DSAB hat hinter den Kulissen schon längst seinen neuen Bundestrainer und die Stellenausschreibung erfolgte nur zum Schein. Er ist noch viel unprofessioneller als es ihm immer unterstellt wird. Oder er sucht doch, nur unter dem öffentlichen Radar: Via persönliche Kontakte, via Mund-zu-Mund-Propaganda, via E-Mail-Verteiler et

Hat eigentlich schon irgendwer irgendwo die Bundestrainer-Ausschreibung entdeckt außer auf der DSAB-Webseite und hier auf akrobastisch.de? Ich kaum.

Definitiv sucht der DSAB nicht

Recherchen auf Google verlaufen ebenfalls größtenteils erfolglos. Nur einen überraschenden Treffer erhält man, wenn man es auf Englisch probiert. Bei den Briten steht die Ausschreibung auf der Verbandswebseite.

"Wer suchet, der findet", heißt es schon in der Bibel. Der DSAB aber scheint die Suche fast komplett zu verweigern, anders kann man das nicht sagen: Eine Stelle, deren Neubesetzung wahrlich nicht überraschend kam, nur drei Monate vor dem gewünschten Antrittstermin auszuschreiben bei gerade mal einem Monat Bewerbungsfrist und fast ausschließlich auf der vermutlich dürftig frequentierten Verbandshomepage... Auf diese Weise wird der DSAB keinen großen Treffer landen.

Drei mögliche Schlüsse: Der DSAB hat hinter den Kulissen schon längst seinen neuen Bundestrainer und die Stellenausschreibung erfolgte nur zum Schein. Er ist noch viel unprofessioneller als es ihm immer unterstellt wird. Oder er sucht doch, nur unter dem öffentlichen Radar: Via persönliche Kontakte, Mund-zu-Mund-Propaganda oder E-Mail-Verteiler etc.

 
Bundestrainer gesucht!
Montag, 29. September 2014
Der Deutsche Sportakrobatik Bund e.V. schreibt zum 01.01.2015 eine Stelle als Bundestrainerin/In Sportart Sportakrobatik aus.
Voraussetzungen:
Diplomsportlehrer oder Diplomtrainer oder abgeschlossenes Studium mit sportwissenschaftlicher Ausrichtung in der Sportakrobatik.
Lizenz A in der Sportart Sportakrobatik oder vergleichbar.
Erfahrung als Trainer im Leistungssport.
Team- und Kommunikationsfähigkeit und Fähigkeit zur Führung eines Teams, gute analytisch-konzeptionell-pädagogische Fähigkeiten.
Kenntnisse in der Verbandsarbeit, im Vereinswesen.
Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse B.
gute praktische Kenntnisse im Umgang mit PC-Technik sowie Anwendungssoftware, im Speziellen MS-Office-Programme Word, Excel, Outlook und Power Point.
Wohnsitz in Deutschland bzw. die Bereitschaft diesen anzunehmen.
Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
Flexibilität, überdurchschnittliche Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft (auch an Wochenenden).
Tätigkeitsbereiche:
Leitung des Bereiches Leistungssport im DSAB
Steuerung und Koordination der Spitzensportentwicklung, insbesondere die Erstellung von Konzeptionen zur Leistungssportförderung im Verband sowie die Umsetzung der Beschlüsse und Aufträge der übergeordneten Gremien in Zusammenarbeit mit den Landestrainern des DSAB.
Planung und Organisation der nationalen und internationalen Leistungssportmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Vizepräsident Leistungssport des DSAB.
Organisatorische Gesamtbetreuung der Nationalmannschaften bei internationalen Wettkampfhöhepunkten (EM, WM, WG)
Erarbeitung der Jahresplanung des Spitzenverbandes, insbesondere die Erarbeitung des Gesamtmaßnahmen- und Finanzierungsplanes für den Leistungssport in Abstimmung mit dem Vizepräsidenten Finanzen des DSAB für DOSB, BMI und BVA
Zusammenarbeit mit internen und externen Leistungssportinstitutionen des nationalen und internationalen Sports
Zusammenarbeit mit sportwissenschaftlichen Institutionen
Fachaufsicht über die nebenamtlichen Trainer
Vergütung:
In Anlehnung an TVÖD
Beschäftigungsumfang:
40 Stunden pro Woche, unnormierte Arbeitszeit
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen einschließlich polizeilichem Führungszeugnis und Gehaltsvorstellungen sind bis zum 31.10.2014 zu senden an:
Deutscher Sportakrobatik Bund e.V.
Birkenstraße 18
D-66773 Schwalbach
oder alternativ per Mail an:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Hinweis: Nach Ablauf der Bewerbungsfrist eingehende Bewerbungen bleiben unberücksichtigt. Kosten, die im Zusammenhang mit der Bewerbung entstehen, werden nicht erstattet.
Die Bewerbungsunterlagen werden nur bei Vorliegen eines ausreichend frankierten Rückumschlages an den Adressaten zurückgesandt.

Nicht mal mehr 100 Tage! Zum Jahreswechsel geht Bundestrainer Vitcho Kolev in den Ruhestand. Heute hat der DSAB endlich offiziell mit der Suche nach seinem Nachfolger begonnen und die Stellenauschreibung veröffentlicht. Nur etwas mehr als vier Wochen bleibt potenziellen Kandidaten Zeit, sich zu bewerben. Innerhalb von gerade einmal zwei weiteren Monaten soll dann der oder die Richtige gefunden sein und das Amt antreten. Verdammt wenig Zeit um einen Spitzentrainer zu bekommen...
(Wichtige Info vielleicht noch: Das Einstiegsgehalt dürfte bei knapp 3.000 Euro im Monat liegen.)