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Neue Präsidentin in NRW
Freitag, 27. März 2015

Tatjana BelovencevaDie Sportakrobaten Nordrhein-Westfalens haben eine neue Chefin: Tatjana Belovenceva wurde von der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Sportakrobatikverbandes NRW mit 15 zu vier Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt. Die bisherige Geschäftsführerin des Verbandes, die jetzt beide Ämter in Personalunion bekleidet, ist auch stellvertretende Vorsitzende des Leistungszentrums Sportakrobatik (LZSA) Düsseldorf, das sie bis Ende letzten Jahres sogar als 1. Vorsitzende anführte.

Im Landesverband NRW folgt Belovenceva auf Ingo Mehlkopf, der aus beruflichen und privaten Gründen aus dem Präsidentenamt zurückgetreten war. "Ich möchte mit dem Team die hervorragende Arbeit des bisherigen Präsidenten Ingo Mehlkopf fortsetzen und den Landesverband mit 15 Vereinen und 2.500 Mitgliedern weiter voranbringen", sagte Belovenceva. Ihre wichtigste Aufgabe liegt im Ausbau der beiden Landesleistungsstützpunkte in Düsseldorf und Gütersloh. Außerdem steht die Aus- und Weiterbildung von Trainern und Kampfrichtern groß auf ihrer To-do-Liste. Zu einer besseren Sichtbarkeit der Sportakrobatik in NRW soll auch die Ausrichtung der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft der Junioren und Senioren am 8. November 2015 im Castello in Düsseldorf beitragen.

 
Elemente-Limit gilt (doch) nicht für die Kombi-Übung in der Altersklasse Jugend
Freitag, 20. März 2015

Der DSAB newslettert jetzt. Und hat mit der ersten Ausgabe heute gleich mal eine saubere Überraschung parat: "Für die Kombi-Übung der Jugend bleibt bis auf weiteres alles beim Alten." Kein Limit von zehn Elementen! Das ist eine Kehrtwende um 180 Grad. Denn noch vor wenigen Tagen hieß es von Verbandsseite immer, dass die neue FIG-Regelung auch für die Jugend-Kombi-Übung gelte, die es ja bekanntlich nur in Deutschland gibt. Und so steht es eigentlich auch in der Wettkampfordnung 2015 (Stand: Januar 2015).

Was soll dieses Hin und Her? Und warum erst jetzt?? Von der Einführung des Elemente-Limits weiß der DSAB seit fast zwei Jahren. Bei der Technischen Tagung im letzten Herbst hätte mit den Vertretern aller Landesverbände diskutiert werden können bzw. müssen, ob es auch für die Jugend-Kombi-Übung gelten soll. Jetzt steht das neue Wettkampfjahr in den Startlöchern, mancherorts hat es sogar schon begonnen. Die Dummen sind die Trainer und Sportler, die ihre Übungen völlig umsonst auf maximal zehn Elemente umgestellt haben. Und jetzt vermutlich wieder retour.

(Inwiefern die FIG-Regeländerung im Bereich der individuellen Elemente - Stichwort: Wiederholung von Elementen, insbesondere der Radwende - nun für die Jugend-Kombi-Übung gilt oder nicht, geht aus dem Newsletter des DSAB nicht hervor.)

 
Igor Blintsov: Kämpfe jetzt für ganz Deutschland!
Sonntag, 15. März 2015

Bundestrainer Igor BlintsovTrainer-Studium, Vizeasienmeister als Aktiver, ausgezeichnet als "Meister des Sports der internationalen Klasse" in der ehemaligen Sowjetunion, Vizeeuropameister als Trainer: Igor Blintsov ist Vollblut-Sportakrobat schon sein ganzes Leben lang. Zum 1. Januar hat ihn der Deutsche Sportakrobatik Bund zum neuen Bundestrainer ernannt. Im Interview mit akrobastisch.de hat der langjährige Cheftrainer des SC Riesa über seine Pläne und Herausforderungen im neuen Amt gesprochen.

Schipfel: Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Ernennung zum neuen Bundestrainer. Weißt Du eigentlich, wer die anderen Bewerber waren?
Blintsov: Zuerst Danke! Soweit ich weiß, gab es einige gleichwertige Bewerbungen aus ganz Europa. Aber ich kenne auch nicht die vollständige Liste. Der größte Gegner war wohl Ivan Ivanov aus Bulgarien. Mein Vorteil war bestimmt, dass ich die Struktur des DSAB besser kenne und die deutsche Mentalität. Ich war seit 2002 bei jeder WM und EM in der deutschen Delegation. Ich weiß, was man hier aufbauen kann. Außerdem habe ich gute Kontakte in die Technischen Komitees von FIG und UEG und zu vielen internationalen Kampfrichtern.

Bisher warst Du Cheftrainer beim SC Riesa. Was bedeutet es für den SC Riesa und Deine Sportler, dass Du jetzt Bundestrainer bist?
Vor allem waren meine Sportler in Riesa ganz stolz, dass ich den Job bekommen habe. Aber damit hat jetzt auch eine schwere Zeit für den SC Riesa angefangen. Nach der Ernennung habe ich mit den Sportlern gesprochen und ihnen erklärt, dass ich ab sofort für ganz Deutschland da sein werde und nicht mehr wie früher nur für den SC Riesa kämpfe. Ich kämpfe jetzt für ganz Deutschland. Das heißt auch, dass ich ab jetzt für die Riesaer Sportler weniger Zeit haben werde, sogar für die im Bundeskader.
Meine Frau Nina übernimmt meine Trainerstelle in Riesa, bisher war sie ja offiziell nur für die Turn-Jungs zuständig.

Das heißt, Ihr bleibt in Riesa wohnen!?
Ja!

Du bist mit der deutschen Sportakrobatik seit vielen Jahren bestens vertraut. Welche Sofortmaßnahmen stehen auf Deiner To-do-Liste ganz oben?
Was wir vor allem brauchen, ist mehr Zusammenarbeit ohne Ländergrenzen. Wir dürfen nicht gegeneinander arbeiten, sondern müssen miteinander arbeiten für große gemeinsame Erfolge. Das bedeutet, es wird mehr gemeinsame Lehrgänge geben und mehr gemeinsame Wettkämpfe.
Zum Beispiel den Welt Cup in Varna im Mai: Schon im September habe ich inoffiziell mit Sportlern aus verschiedenen Vereinen gesprochen und eine deutschlandweite Mannschaft gesammelt, die sich dort vor einem internationalen Kampfgericht präsentieren wird. Wir müssen unsere Stärken finden und sehen, wo wir in der Welt stehen.
Oder auch das Nachwuchsturnier in Weißrussland für Sportler, die einmal zur WM oder EM wollen: Ich bin noch nie dort gewesen, aber ich habe schon viel Gutes von diesem Wettkampf gehört. Da nehmen viele Spitzennationen teil und vergleichen die Leistungen ihrer jüngsten Sportler. Bestimmt kann man das eine oder andere Programm übernehmen.