WM in Putian: FIG-Präsident Grandi will Sportakrobatik im olympischen Programm

| 6. April 2016 | 1 Comment

Grandi: "Ich will, dass Sportakrobatik ins olympische Programm kommt."

Die 25. Sportakrobatik-WM im chinesischen Putian hat auch bei Bruno Grandi, Präsident des Internationalen Turnverbandes (FIG), ihre Wirkung nicht verfehlt. „Es war eine fantastische Weltmeisterschaft“, sagte er kurz nach dem Ende des Finales auf der abschließenden Pressekonferenz. „Nicht nur die Leistungen waren fantastisch, sondern auch die Organisation. China ist eines der besten Länder, wenn es ums Ausrichten von Weltmeisterschaften geht. Schon die Turn-WM 2014 in Nanning war perfekt, heute hat China das Gleiche bestätigt. Bravo!“

Noch wichtiger: Grandi machte den Sportakrobaten Hoffnung, dass ihr Schattendasein als nicht-olympische Sportart bald beendet sein könnte: „Vielleicht ergibt sich für die Sportakrobatik schon in Kürze die Möglichkeit, dem IOC zu zeigen, was für eine fantastische Sportart sie ist. Ich dränge auf diese Möglichkeit, weil ich will, dass Sportakrobatik ins olympische Programm kommt.“

Grandi meint die Olympischen Jugendspiele 2018 in Buenos Aires. Noch ist allerdings nichts spruchreif. Das IOC (Internationales Olympisches Komitee) entscheidet wohl im September über den Vorschlag der FIG, die Sportakrobatik ins Programm der Jugendspiele aufzunehmen.

„Die Aufnahme ins Programm der Olympischen Jugendspiele wäre eine kleine Türe für die Sportakrobatik ins olympische Programm. Danach wäre es einfacher“, sagte Grandi und unterstrich, dass für ihn Sportakrobatik bei Olympia dazugehört: „Man darf nicht vergessen: Alle Turndisziplinen stammen von der Akrobatik ab. Akrobatik ist der Ursprung.“

FIG-Generalsekretär André Gueisbuhler erläuterte seinen Masterplan zur Weiterentwicklung der Sportakrobatik: Das Regelwerk werde attraktiver. Vor allem ändert sich ab 2017 die Berechnung der Schwierigkeitsnote. Gleichzeitig wird die Techniknote verdoppelt. „Wir glauben, dass das den Wettbewerb öffnen wird“, hatte Akro-Chefin Rosy Taeymans die Maßnahmen begründet.

Des Weiteren setzt Gueisbuhler neben der Förderung der Kontinentalverbände, damit in mehr Ländern Sportakrobatik betrieben wird, und verstärkter Trainerausbildung vor allem auf Präsenz:
Zum einen im Fernsehen: Dazu verkaufe die FIG die Fernsehrechte für alle ihre Weltmeisterschaften (Turnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolin, Sportakrobatik und Aerobic) künftig in einem Paket. Im Vertrag sei dann nicht nur das Recht enthalten, über die jeweiligen Events berichten zu dürfen, sondern die Fernsehanstalten würden auch zu einer gewissen Mindestberichterstattung über die nicht-olympischen Sportarten verpflichtet.
Zum anderen müsse die Sportakrobatik den wichtigen Entscheidern und Schlüsselzielgruppen präsentiert werden, sprich dem IOC. Dazu werden zum Beispiel auf Initiative der FIG die chinesische Herrengruppe und das russische Damentrio – jeweils frischgebackene Weltmeister – bei der SportAccord Convention 2016 in Lausanne auftreten: vor IOC-Präsident Thomas Bach und seinem gesamten IOC-Exekutivkomitee. Außerdem hat die FIG drei Disziplinen (Herrengruppe, Mixed Paar und Damengruppe) in ihr Showprogramm für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro eingebaut.

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Category: WM 2016 in Putian

Comments (1)

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  1. Martina sagt:

    Es gab schon mal genau vor einem Jahr den Hinweis, dass Sportakrobatik bei den Olympischen Jugendspielen dabei sein soll. Allerdings nur die Mixed-Paare von 14-18 Jahren. https://www.facebook.com/OeFT1/photos/a.303532756341417.90511.299798213381538/1023659957662023/?type=3&theater

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