Deutlicher Sieg für die „Erfinder“

| 16. November 2008 | 3 Comments

Leider konnte ich nicht selbst zur diesjährigen Nachwuchs-Bestenermittlung des DSAB nach Mainz fahren. Aber zum Glück hat mir Heike Hovanjec aus Weißenburg per Mail vom Geschehen in Mainz berichtet. Folgender Bericht entstand also sozusagen in „Teamwork“:


 

Vor einigen Jahren haben die Hessen federführend ein Wettkampfprogramm für die Nachwuchsklasse entwickelt, das inzwischen fast deutschlandweit zum Einsatz kommt. Nach diesem Programm wird das internationale Sportakrobatikmeeting ausgetragen und seit nunmehr sieben Jahren richtet der DSAB ebenfalls auf Grundlage dieses Programms die nationale Nachwuchs-Bestenermittlung aus.
Wie es sich für „Erfinder“ gehört, gewinnen die Hessen all diese Wettkämpfe fast ebenso garantiert wie sie in der A-Klasse dritte werden. Zumindest kann ich mich an kaum einen Nachwuchs-Wettkampf entsinnen, den Hessen nicht für sich entschieden hätte.

Auch die Nachwuchs-Bestenermittlung 2008 gewann Hessen deutlich mit fast zwei Punkten Vorsprung vor Sachsen und Sachsen-Anhalt. Näheres dazu in der Siegerliste.

Bayern schickte in diesem Jahr eine Mannschaft mit einer Weißenburger und zwei Kersbacher Formationen an den Start: Christin Walcher und Luise Planötscher, Monika Slavickova, Luisa Wagner und Celina Werdan sowie Maren Müller und Miriam Specht holten insgesamt 73,600 Punkte für den Freistaat. Das bedeutete Rang sechs im Feld von 13 Bundesländern.
Vielleicht wäre sogar mehr dringewesen, wenn nicht ein weiteres Trio kurzfristig ausgefallen wäre. Zwar wurde die verletzte Leoni Körzendörfer noch durch Jana Böckler ersetzt, die mit Anne Köhnlein und Linda Hovanjec auch eine gute Figur abgab. Da Jana Böckler in diesem Jahr schon in der A-Klasse an den Start gegangen war, hatte sie keine Startberechtigung in der Nachwuchsklasse und das Trio kam nicht in die Wertung. Bayern hatte damit keine Streichwertung mehr.

Team Bayern

Wie so oft gab es auch an diesem Wochenende wieder Überraschungen in Sachen Regelkunde: Maren Müller und Miriam Specht mussten einen für viele verwunderlichen Abzug in Kauf nehmen: Eine choreografische Einlage, die eigentlich in dieser Form nicht als echtes Element gelten kann und auch nicht einmal auf dem Übungsbogen eingezeichnet war, wurde vom Kampfgericht dennoch als Element der A-Klasse „enttarnt“ und deshalb mit Abzügen bestraft. Bei anderen wurde da teilweise allerdings nicht ganz so genau hingeschaut. Dazu meint Heike Hovanjec: „Ich verstehe da die Logik nicht. Die einen dürfen, die anderen nicht. Das macht auf mich ein wenig den Eindruck, als würde man sich da die Regeln ein wenig passend machen…“

Die Zukunft des hessischen Wettkampfprogramms für die Nachwuchsklasse ist indes ungewiss. Wie man hört, stellen derzeit einige Landesverbände auf das Wettkampfprogramm zur Nachwuchs-förderung (kurz WeNa) nach dem württembergischen Vorbild um.
So läuft auch in Bayern ab 2009 alles nach WeNa. Ob es dann noch möglich ist, an den genannten Turnieren teilzunehmen, ist fraglich. Schaffen es die bayerischen Trainer, ihren Nachwuchs auf zwei verschiedene Wettkampfordnungen (mit unterschiedlichen Elementen und Anforderungen) vorzubereiten? Oder richtet womöglich auch der Deutsche Sportakrobatik Bund seine Nachwuchs-Bestenermittlung in Zukunft nach dem WeNa-Programm aus, wenn nur genügend Landesverbände darauf drängen?
Fragen über Fragen, die sicher erst im Lauf der nächsten Jahre beantwortet werden können…

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Category: Turniere

Comments (3)

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  1. winfried schottmann sagt:

    vielen Dank für Deine Hilfe

  2. Sebastian Schipfel sagt:

    Hallihallo, das WeNa-Programm gibt es beispielsweise hier zum Download: http://www.bsav.de/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=24&Itemid=34
    Viele Grüße.

  3. winfried schottmann sagt:

    Hallo.
    wie komme ich an ein WeNa programm mich hat der artikel neugierig gemacht

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